Was haben Möbel mit Dessous gemeinsam? Eigentlich gar nichts – so dachte ich bisher. Aber ich habe mich wohl geirrt, denn das Projekt “Fragmente/ Fragments” des Luxus-Dessoulabels La Perla und dem Architekten Silvio De Ponte und dessen Büro DPSA+D zur Mailänder Möbelmesse zeigt, dass Design und Dessous auch als künstlerische Installation funktionieren können.
Zur 51. Internationalen Möbelmesse in Mailand (17.-22. April) hat sich La Perla mit dem Architekten Silvio De Ponte zusammengetan, um Möbel und Dessous zu vereinen. Der Projektname “Fragmente/Fragments” beschreibt die Arbeit von De Ponte gekonnt: Er kreiert schließlich für La Perla Designelemente und entwickelte zweie untrennbar mit der Welt der Lingerie verbundene Gegenstände: den Bügel und das Separee. Dieses einzelnen Fragmente bildet die Ausgangszelle eines vollständigen Werks.
Die kurvigen Bügel “Charming Hangers” aus lasergeschnittenem Edelstahl bieten sich als neue Aufsteller an, die sich über die Grenzen der Funktionalität hinweg setzen und somit auch einen optischen Anspruch haben: nicht nur Zweckgegenstand „zum Ausstellen“, sondern auch zum „zum ausgestellt werden“.
Der von einer gleichermaßen versteckenden wie enthüllenden Oberfläche ausgehende Zauber bildet den Ausgangspunkt der Kreation “Multi-Boudoir”, einem Separee aus gestochenem Edelstahl, das in großem Maßstab die „Zellen“ eines Stoffs aus besticktem Tüll reproduziert. Das Ergebnis ist ein Trennwandelement mit dem sich spielerisch verschiedene Räume abtrennen lassen, das aber gleichermaßen als Mittelpunkt des häuslichen „Boudoirs“ fungiert, in dem die hochwertigsten Kleidungsstücke ihren Platz finden.
Die Fragmente sind auf dem La Perla-Stand auf der Möbelmesse zu sehen.

















